Dienstag, 16. Juni 2009
Das Ende
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:09 im Topic 'Gedichte'
Viele Stoppeln, graue Haut
Siedeln auf dem zähen Blick
Eines Mannes, der so schaut,
Als wäre er verrückt.
Sein Mantel bleich wie seine Haare,
Die Zigarrette stirbt im Mund.
Ihre Augen sind wie Ma(a)re,
Blutig. Schmutzig. Traurig. Wund.
Die Luft steht still im leeren Raume,
Der so weiß weiß wegzusehn,
Während in ihm ewig Traume
In Begriff ist, zu vergehn.
Tränen fallen auf die Erde
Und zwei Augen fallen zu.
Blind denkt sie, "Ich werde
Ewig fühlen so wie du."
Ein Schlagen.
Schwarze Tapete.
Siedeln auf dem zähen Blick
Eines Mannes, der so schaut,
Als wäre er verrückt.
Sein Mantel bleich wie seine Haare,
Die Zigarrette stirbt im Mund.
Ihre Augen sind wie Ma(a)re,
Blutig. Schmutzig. Traurig. Wund.
Die Luft steht still im leeren Raume,
Der so weiß weiß wegzusehn,
Während in ihm ewig Traume
In Begriff ist, zu vergehn.
Tränen fallen auf die Erde
Und zwei Augen fallen zu.
Blind denkt sie, "Ich werde
Ewig fühlen so wie du."
Ein Schlagen.
Schwarze Tapete.
Rückkehr
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:09 im Topic 'Gedichte'
Die Sonne meine Leiter
Aus düsterem Morast
Vernichtete den Eiter,
Die sinnlos’ seelisch Last.
Gelenke, Muskeln, mein Verstand
Gefroren ohne Grund.
Doch all die Lähmung ist verbannt
Nach allzu später Stund…
Die Narben geistig Masochismus,
Verschwinden zu bald nicht.
Und doch: Ich fand den Weg zurück
Und dieser Weg, ja, der bin Ich.
Aus düsterem Morast
Vernichtete den Eiter,
Die sinnlos’ seelisch Last.
Gelenke, Muskeln, mein Verstand
Gefroren ohne Grund.
Doch all die Lähmung ist verbannt
Nach allzu später Stund…
Die Narben geistig Masochismus,
Verschwinden zu bald nicht.
Und doch: Ich fand den Weg zurück
Und dieser Weg, ja, der bin Ich.
Eine Seele in Trümmern
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:08 im Topic 'Gedichte'
O Graus! Mein Inneres, es lodert!
O welch ein Brennen, welch ein Sterben,
Das den meinen Geist vernichtet,
Das da niederstreckt mich selbst.
Ein Dämon nahm mich in die Tiefen,
Jene Tiefen meiner selbst,
Seht ihr nicht meine Seele triefen?
Wie sie langsam Lösung wird
Und in mir langen Herbst verkündet.
Der Parasit! und ich, sein Wirt…
O welch ein Brennen, welch ein Sterben,
Das den meinen Geist vernichtet,
Das da niederstreckt mich selbst.
Ein Dämon nahm mich in die Tiefen,
Jene Tiefen meiner selbst,
Seht ihr nicht meine Seele triefen?
Wie sie langsam Lösung wird
Und in mir langen Herbst verkündet.
Der Parasit! und ich, sein Wirt…
Neujahr
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:04 im Topic 'Gedichte'
Sie schritten stramm, das Beile fassend
Eisern vorwärts mich zu suchen.
Sie hatten meine Seel enttarnt,
Die Maske meiner mir entrissen.
Ich wartete in stummem Schweigen,
Dass ihr Weg mein Warten kreuze.
Denn – so schloss ich – es ist falsch,
dem seinen Schicksal zu entrinnen.
So sah ich durch des Rauchens Rauch
Wie jene Diener sich formierten.
„Ha!“, so lacht ich, „wurd’ auch Zeit!“
Stille rang mit ihrem Leben.
Meine Henker sprachen Dinge,
Welche ich nicht ganz verstand,
Bevor sie drohend, gleichsam ich,
Die Geigen ihren Koffern nahmen.
„Bald wird des Himmels Muse singen“,
Entfiel es meinem innren Mund,
Und spannte meines Schicksals Bogen,
Mein Warten galt dem Dirigent.
Steinern Pflaster schmerzend Erde,
Dunkler Boden stummen Seins.
Quietschend Reifen färbten dieses
Kalte Fundament des Daseins
Grauenhaften Lebens
Schwarz!
„Moment!“, schoss es durch mich hindurch,
„Wollte ich nicht nicht mehr fliehen?“
Mein Blick schlug in den Spiegel ein,
welcher mir Bestimmung zeigte.
„Nun“, so ging das Denken in mir,
„Wahrer Vorsatz ist nur der,
Der mit Gewissen wird ermordet!“
Der Welten Feuer stand am Himmel.
Eisern vorwärts mich zu suchen.
Sie hatten meine Seel enttarnt,
Die Maske meiner mir entrissen.
Ich wartete in stummem Schweigen,
Dass ihr Weg mein Warten kreuze.
Denn – so schloss ich – es ist falsch,
dem seinen Schicksal zu entrinnen.
So sah ich durch des Rauchens Rauch
Wie jene Diener sich formierten.
„Ha!“, so lacht ich, „wurd’ auch Zeit!“
Stille rang mit ihrem Leben.
Meine Henker sprachen Dinge,
Welche ich nicht ganz verstand,
Bevor sie drohend, gleichsam ich,
Die Geigen ihren Koffern nahmen.
„Bald wird des Himmels Muse singen“,
Entfiel es meinem innren Mund,
Und spannte meines Schicksals Bogen,
Mein Warten galt dem Dirigent.
Steinern Pflaster schmerzend Erde,
Dunkler Boden stummen Seins.
Quietschend Reifen färbten dieses
Kalte Fundament des Daseins
Grauenhaften Lebens
Schwarz!
„Moment!“, schoss es durch mich hindurch,
„Wollte ich nicht nicht mehr fliehen?“
Mein Blick schlug in den Spiegel ein,
welcher mir Bestimmung zeigte.
„Nun“, so ging das Denken in mir,
„Wahrer Vorsatz ist nur der,
Der mit Gewissen wird ermordet!“
Der Welten Feuer stand am Himmel.
Der Untergang
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:01 im Topic 'Gedichte'
Wenn Winde Wasser wirbeln,
voller Kraft und Eleganz.
Falls ferne Feuer führen,
den Tod in roter Brände Tanz,
Dann will ich stehen
Am luftgen Dach der Welt
Und einen stolzen Blicke säen,
Wenn Reiter kommen, endlos schwarz
Mit leerem Gang und Aug von Harz,
die wünschen, dass ein Letzter fällt.
Und trotzen will ich! Widerstehn!
Auf dass der Mensch obsiege.
Bestimmt sei ich dem Untergehn
Und das schon seit der Wiege:
Erwählt ist auch mein Pfad des Kampfs,
auf dem es gibt kein Hin, kein Her
kein Vor, Zurück oder sonstig Sinn,
auf dem es gibt nur Tod und Leben
und Fäden, die das letztre Weben.
So zück ich Schild und blutig Schwert,
Laut und Geig von tödlich Lied.
Erwarte sie, des Schicksals Boten,
die gekommen, menschlich Knoten
mit gezackter Schneid zu lösen.
Flehe einen letzten Vers.
Bitte Luft zu mir herein.
Laufe los mit voller Kraft;
Meine Haut spürt Lebenssaft.
voller Kraft und Eleganz.
Falls ferne Feuer führen,
den Tod in roter Brände Tanz,
Dann will ich stehen
Am luftgen Dach der Welt
Und einen stolzen Blicke säen,
Wenn Reiter kommen, endlos schwarz
Mit leerem Gang und Aug von Harz,
die wünschen, dass ein Letzter fällt.
Und trotzen will ich! Widerstehn!
Auf dass der Mensch obsiege.
Bestimmt sei ich dem Untergehn
Und das schon seit der Wiege:
Erwählt ist auch mein Pfad des Kampfs,
auf dem es gibt kein Hin, kein Her
kein Vor, Zurück oder sonstig Sinn,
auf dem es gibt nur Tod und Leben
und Fäden, die das letztre Weben.
So zück ich Schild und blutig Schwert,
Laut und Geig von tödlich Lied.
Erwarte sie, des Schicksals Boten,
die gekommen, menschlich Knoten
mit gezackter Schneid zu lösen.
Flehe einen letzten Vers.
Bitte Luft zu mir herein.
Laufe los mit voller Kraft;
Meine Haut spürt Lebenssaft.
Das Erwachen
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:00 im Topic 'Gedichte'
Am Baum, der seine Blätter ließ,
Im Wind, der durch das Haar mir blies,
blickte ich wie leerer Stein
In ein totes Flüsslein ‘nein.
Wie ein Spiegel war der Strom,
Der mit sich riss mein Denken.
Speien seiner war der Lohn,
Ihm meine Zeit zu schenken.
Der Sonne Haupt sank langsam nieder,
Dem meingen folgend ward es trist –
Stiller aber wurd es nicht.
Den Fluß zu stauen sang ich Lieder –
Von ewig Zweifel, ewig Zwiste
Und dem bitteren Verzicht.
Dunkle Wellen, zürnend Strudel,
Blitze mordeten den Baum,
Sturm mir durch die Haare tob,
As vor mir ein ganzes Rudel
Eisenschlangen sich erhob –
Ein Grauen dieser einstig Traum…
Es waren Ketten, schwarz und tot,
Die sich dort vor mir wanden.
So stark und mächtig schienen sie
Niemals wie ich zu stranden.
Sie packten mich in meiner Not
Zu würgen und zu zerren.
Fassten Hals und Arm und Knie,
Ich diente meinen Herren…
Mit brachialer, teuflisch Kraft
Gings in die tiefe Brüh.
Ich spürte meines Schicksals Macht
Schleppend mein verrostetWrack.
Hörte wie es um mich lacht,
Und schenkte Wehren keine Müh.
Mein Augenlicht, es ward gestohln
Vom Teer meiner Gedanken.
Dies war all der Mühe Lohn?!
Mein Glauben kam ins Wanken.
Ein Schlag, ein Stich in mein Profil
Und endlich die Erleuchtung.
Vor mir lag mein ewig’ Ziel –
In anderer Beleuchtung.
Ein Tor von Gold und Edelstein,
Den Schlüssel hatt ich nicht.
Ins Land des Glücks fand ich nicht rein,
Sprach ich schon vom Verzicht?
Doch als ich am versinken war
In meiner Seele Sumpf,
Wurde mir ganz plötzlich klar,
Was so lang klang bloß dumpf.
Als ich warf den zweiten Blick
Aufs goldene Portal,
Mein Verstand kam jäh zurück,
Und schleichend auch mein Stolz:
Klar war schnell: Sie ist nur Holz,
Und wenn auch erster Wahl!
So kehrt ich ihr den meinen Rück,
– Zwar war sie wunderschön –
und ließ den quälend Fluss zurück.
– Doch nicht, wonach ich sehn.
Im Wind, der durch das Haar mir blies,
blickte ich wie leerer Stein
In ein totes Flüsslein ‘nein.
Wie ein Spiegel war der Strom,
Der mit sich riss mein Denken.
Speien seiner war der Lohn,
Ihm meine Zeit zu schenken.
Der Sonne Haupt sank langsam nieder,
Dem meingen folgend ward es trist –
Stiller aber wurd es nicht.
Den Fluß zu stauen sang ich Lieder –
Von ewig Zweifel, ewig Zwiste
Und dem bitteren Verzicht.
Dunkle Wellen, zürnend Strudel,
Blitze mordeten den Baum,
Sturm mir durch die Haare tob,
As vor mir ein ganzes Rudel
Eisenschlangen sich erhob –
Ein Grauen dieser einstig Traum…
Es waren Ketten, schwarz und tot,
Die sich dort vor mir wanden.
So stark und mächtig schienen sie
Niemals wie ich zu stranden.
Sie packten mich in meiner Not
Zu würgen und zu zerren.
Fassten Hals und Arm und Knie,
Ich diente meinen Herren…
Mit brachialer, teuflisch Kraft
Gings in die tiefe Brüh.
Ich spürte meines Schicksals Macht
Schleppend mein verrostetWrack.
Hörte wie es um mich lacht,
Und schenkte Wehren keine Müh.
Mein Augenlicht, es ward gestohln
Vom Teer meiner Gedanken.
Dies war all der Mühe Lohn?!
Mein Glauben kam ins Wanken.
Ein Schlag, ein Stich in mein Profil
Und endlich die Erleuchtung.
Vor mir lag mein ewig’ Ziel –
In anderer Beleuchtung.
Ein Tor von Gold und Edelstein,
Den Schlüssel hatt ich nicht.
Ins Land des Glücks fand ich nicht rein,
Sprach ich schon vom Verzicht?
Doch als ich am versinken war
In meiner Seele Sumpf,
Wurde mir ganz plötzlich klar,
Was so lang klang bloß dumpf.
Als ich warf den zweiten Blick
Aufs goldene Portal,
Mein Verstand kam jäh zurück,
Und schleichend auch mein Stolz:
Klar war schnell: Sie ist nur Holz,
Und wenn auch erster Wahl!
So kehrt ich ihr den meinen Rück,
– Zwar war sie wunderschön –
und ließ den quälend Fluss zurück.
– Doch nicht, wonach ich sehn.