Das Erwachen
am Dienstag, 16. Juni 2009, 01:00 im Topic 'Gedichte'
Am Baum, der seine Blätter ließ,
Im Wind, der durch das Haar mir blies,
blickte ich wie leerer Stein
In ein totes Flüsslein ‘nein.
Wie ein Spiegel war der Strom,
Der mit sich riss mein Denken.
Speien seiner war der Lohn,
Ihm meine Zeit zu schenken.
Der Sonne Haupt sank langsam nieder,
Dem meingen folgend ward es trist –
Stiller aber wurd es nicht.
Den Fluß zu stauen sang ich Lieder –
Von ewig Zweifel, ewig Zwiste
Und dem bitteren Verzicht.
Dunkle Wellen, zürnend Strudel,
Blitze mordeten den Baum,
Sturm mir durch die Haare tob,
As vor mir ein ganzes Rudel
Eisenschlangen sich erhob –
Ein Grauen dieser einstig Traum…
Es waren Ketten, schwarz und tot,
Die sich dort vor mir wanden.
So stark und mächtig schienen sie
Niemals wie ich zu stranden.
Sie packten mich in meiner Not
Zu würgen und zu zerren.
Fassten Hals und Arm und Knie,
Ich diente meinen Herren…
Mit brachialer, teuflisch Kraft
Gings in die tiefe Brüh.
Ich spürte meines Schicksals Macht
Schleppend mein verrostetWrack.
Hörte wie es um mich lacht,
Und schenkte Wehren keine Müh.
Mein Augenlicht, es ward gestohln
Vom Teer meiner Gedanken.
Dies war all der Mühe Lohn?!
Mein Glauben kam ins Wanken.
Ein Schlag, ein Stich in mein Profil
Und endlich die Erleuchtung.
Vor mir lag mein ewig’ Ziel –
In anderer Beleuchtung.
Ein Tor von Gold und Edelstein,
Den Schlüssel hatt ich nicht.
Ins Land des Glücks fand ich nicht rein,
Sprach ich schon vom Verzicht?
Doch als ich am versinken war
In meiner Seele Sumpf,
Wurde mir ganz plötzlich klar,
Was so lang klang bloß dumpf.
Als ich warf den zweiten Blick
Aufs goldene Portal,
Mein Verstand kam jäh zurück,
Und schleichend auch mein Stolz:
Klar war schnell: Sie ist nur Holz,
Und wenn auch erster Wahl!
So kehrt ich ihr den meinen Rück,
– Zwar war sie wunderschön –
und ließ den quälend Fluss zurück.
– Doch nicht, wonach ich sehn.
Im Wind, der durch das Haar mir blies,
blickte ich wie leerer Stein
In ein totes Flüsslein ‘nein.
Wie ein Spiegel war der Strom,
Der mit sich riss mein Denken.
Speien seiner war der Lohn,
Ihm meine Zeit zu schenken.
Der Sonne Haupt sank langsam nieder,
Dem meingen folgend ward es trist –
Stiller aber wurd es nicht.
Den Fluß zu stauen sang ich Lieder –
Von ewig Zweifel, ewig Zwiste
Und dem bitteren Verzicht.
Dunkle Wellen, zürnend Strudel,
Blitze mordeten den Baum,
Sturm mir durch die Haare tob,
As vor mir ein ganzes Rudel
Eisenschlangen sich erhob –
Ein Grauen dieser einstig Traum…
Es waren Ketten, schwarz und tot,
Die sich dort vor mir wanden.
So stark und mächtig schienen sie
Niemals wie ich zu stranden.
Sie packten mich in meiner Not
Zu würgen und zu zerren.
Fassten Hals und Arm und Knie,
Ich diente meinen Herren…
Mit brachialer, teuflisch Kraft
Gings in die tiefe Brüh.
Ich spürte meines Schicksals Macht
Schleppend mein verrostetWrack.
Hörte wie es um mich lacht,
Und schenkte Wehren keine Müh.
Mein Augenlicht, es ward gestohln
Vom Teer meiner Gedanken.
Dies war all der Mühe Lohn?!
Mein Glauben kam ins Wanken.
Ein Schlag, ein Stich in mein Profil
Und endlich die Erleuchtung.
Vor mir lag mein ewig’ Ziel –
In anderer Beleuchtung.
Ein Tor von Gold und Edelstein,
Den Schlüssel hatt ich nicht.
Ins Land des Glücks fand ich nicht rein,
Sprach ich schon vom Verzicht?
Doch als ich am versinken war
In meiner Seele Sumpf,
Wurde mir ganz plötzlich klar,
Was so lang klang bloß dumpf.
Als ich warf den zweiten Blick
Aufs goldene Portal,
Mein Verstand kam jäh zurück,
Und schleichend auch mein Stolz:
Klar war schnell: Sie ist nur Holz,
Und wenn auch erster Wahl!
So kehrt ich ihr den meinen Rück,
– Zwar war sie wunderschön –
und ließ den quälend Fluss zurück.
– Doch nicht, wonach ich sehn.